{"id":1420,"date":"2026-07-30T11:47:01","date_gmt":"2026-07-30T09:47:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brueckezuisrael.org\/israel\/benjamin-ein-lieblingssohn-gttes\/"},"modified":"2026-07-30T11:47:01","modified_gmt":"2026-07-30T09:47:01","slug":"benjamin-ein-lieblingssohn-gttes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brueckezuisrael.org\/israel\/benjamin-ein-lieblingssohn-gttes\/","title":{"rendered":"Benjamin \u2013 ein Lieblingssohn G\u00b4ttes"},"content":{"rendered":"<p>\u200bIn der Bibel ist Benjamin der j\u00fcngste Sohn des Erzvaters Jakob. Sein Name und das Stammesgebiet seiner Nachkommen haben eine besondere Bedeutung.<br \/>\nDer Beitrag Benjamin \u2013 ein Lieblingssohn G\u00b4ttes erschien zuerst auf Israelnetz.\u00a0<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der hebr\u00e4ische Bibeltext spricht von <em>Jadid Adonai, <\/em>zu biblischen Zeiten bedeutete der Ausdruck \u201eLiebling\u201c. Die Hebr\u00e4ische Bibel nennt Benjamin demzufolge den \u201eLiebling G\u00b4ttes\u201c.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In 1. Mose 49,27 beschreibt Jakob seinen j\u00fcngsten Sohn Benjamin als rei\u00dfenden Wolf: \u201e<em>Benjamin ist ein Wolf, der zerrei\u00dft; am Morgen verzehrt er Raub, und am Abend verteilt er Beute.\u201c<\/em> (Elberfelder Bibel)<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wolf symbolisiert seine Tapferkeit sowie den Kampfgeist des Stammes Benjamin. \u201eMorgen\u201c und \u201eAbend\u201c im Segensspruch stehen symbolisch f\u00fcr die unerm\u00fcdliche Tatkraft und den Erfolg des numerisch kleinen Stammes in kriegerischen Auseinandersetzungen.<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Besondere Zuneigung<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als j\u00fcngster Sohn seiner Lieblingsfrau Rahel genoss Benjamin eine besondere Zuneigung des Patriarchen, umso mehr, als Rahel bei Benjamins Geburt starb. Jakob sah in dem Jungen ein letztes Andenken an sie. Das Rahelgrab, hebr\u00e4isch: <em>Kever Rachel, <\/em>befindet sich in der N\u00e4he von Bethlehem, direkt am n\u00f6rdlichen Stadteingang an der Jerusalem-Hebron-Stra\u00dfe. Es wird von Juden, Christen und Muslimen gleicherma\u00dfen verehrt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geb\u00e4rende und mit dem Tod ringende Rahel nannte ihren j\u00fcngsten Spross zun\u00e4chst <em>Ben-Oni<\/em>, was sinngem\u00e4\u00df \u201eSohn meines Kummers\u201c bedeutet (1. Mose 16\u201320):<\/p>\n<div class=\"wp-block-infobox wp-blockinfobox--block_b91bd1c125a7a623fa3952be85dd07b4 \">\n<div class=\"c-stack wp-block-infobox__text\">\n<p>Und sie brachen von Bethel auf. Und es war noch eine Strecke Landes, um nach Efrata zu kommen, da gebar Rahel; und sie hatte es schwer mit ihrem Geb\u00e4ren.\u2002Und es geschah, als sie es schwer hatte mit ihrem Geb\u00e4ren, da sagte die Hebamme zu ihr: F\u00fcrchte dich nicht, denn auch der wird dir ein Sohn!\u2002Und es geschah, als ihre Seele ausging \u2013 denn sie musste sterben \u2013, da gab sie ihm den Namen Ben-Oni; sein Vater aber nannte ihn Ben-Jamin.\u2002Und Rahel starb und wurde begraben am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem.\u2002Und Jakob richtete \u00fcber ihrem Grab einen Gedenkstein auf, das ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jakob nennt seinen j\u00fcngsten Sohn um \u2013 in Benjamin, was in diesem Kontext als Ehrenname \u201eSohn der rechten Seite\u201c und somit als \u201egeliebter Sohn\u201c zu verstehen ist. Es hebt die besondere Vater-Sohn-Beziehung hervor. Die \u201erechte Hand\u201c steht in der biblischen Tradition f\u00fcr St\u00e4rke, Schutz und die bevorzugte Position. Im Stammesnamen verweist <em>jamin<\/em> auf die Himmelsrichtung S\u00fcden oder auf die rechte, ehrenvolle Seite des Namensgebers.<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u201eSohn des S\u00fcdens\u201c<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass <em>jamin<\/em> auch f\u00fcr\u201eS\u00fcden\u201c steht, erkl\u00e4rt sichdurch die biblische Orientierung. Denn der Osten, die Richtung des Tempels und der aufgehenden Sonne, war heilig. Beter und Beterinnen schauten nach Osten, wodurch der S\u00fcden zur rechten Seite lag, woraus \u201edie rechte Seite\u201c oft als Synonym f\u00fcr den S\u00fcden resultiert.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Benjamin ist zun\u00e4chst eine Fremdbezeichnung, w\u00f6rtlich \u201eSohn des S\u00fcdens\u201c, \u201eder zum S\u00fcden Geh\u00f6rige\u201c, \u201eder an der rechten Seite Befindliche\u201c, \u201eder besonders Geehrte\u201c. \u00dcbersetzungen mit \u201eSohn des Gl\u00fccks\u201coder \u201eGl\u00fcckskind\u201c sind nicht angemessen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urspr\u00fcnglich stand wohl eine pluralische Form, hebr\u00e4isch <em>bnei jamin<\/em>, deutsch \u201edie S\u00fcdleute\u201c. Benjamin ist der einzige der zw\u00f6lf S\u00f6hne Jakobs, der im Gebiet des sp\u00e4teren Israel geboren wurde.<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bevorzugung der rechten Seite im Talmud<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Konzept, dass die rechte Seite im Alltag und in rituellen Handlungen zu bevorzugen ist, findet sich bereits Im Talmud. Es  etwa im Zusammenhang mit dem Tempeldienst und der Reinigung von Auss\u00e4tzigen vor (Traktat Sewachim 24a und Jewamot 104a).\u00a0<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Traktat Sotah 15b lesen wir folgendes:<\/p>\n<div class=\"wp-block-infobox wp-blockinfobox--block_88cad704167152514f3f2bd70022eedf \">\n<div class=\"c-stack wp-block-infobox__text\">\n<p>Der Priester betrat das Heiligtum und wandte sich nach rechts. Dort befand sich an einer Stelle auf dem Boden des Heiligtums eine Fl\u00e4che von einer Elle mal einer Elle; dort lag eine Marmorplatte, an der ein Ring befestigt war, der dem Priester beim Anheben der Platte diente. Der Priester nahm dann etwas losen Staub darunter hervor und gab ihn in das Gef\u00e4\u00df mit dem Wasser, sodass der Staub auf dem Wasser sichtbar war, wie es hei\u00dft: \u201eUnd der Priester soll heiliges Wasser in ein irdenes Gef\u00e4\u00df nehmen; und von dem Staub, der auf dem Boden der Stiftsh\u00fctte liegt, soll der Priester etwas nehmen und es in das Wasser geben\u201c (4. Mose 5,17).<\/p>\n<\/div><\/div>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der <em>Halacha<\/em>, dem j\u00fcdischen Religionsgesetz, wurde dieses Prinzip in der Folge auf vielf\u00e4ltige Bereiche \u00fcbertragen: So muss der<em> Lulav<\/em> \u2013 der Feststrau\u00df beim Laubh\u00fcttenfest \u2013\u00a0oder ein <em>Kos schel Bracha<\/em>, der Weinbecher, den man f\u00fcr bestimmte Segensspr\u00fcche in die Hand nimmt, stets mit rechts gehalten werden. Dies erkl\u00e4rt auch, weshalb die K\u00f6rperreinigung auf der Toilette mit der Linken durchgef\u00fchrt werden soll (Berachot 62a).<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der poetischen Sprache des Tanachs (der Hebr\u00e4ischen Bibel) finden wir die rechte Hand mit St\u00e4rke und Macht verbunden. So hei\u00dft es: \u201eDie Rechte des Ewigen ist erhaben, die Rechte des Ewigen schafft Macht\u201c (Psalm 118, 16\u201317).<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die rechte Hand steht f\u00fcr eine unmittelbarere Wirkmacht und Pr\u00e4senz G\u2018ttes. Dies erkl\u00e4rt, warum die Kabbala, die j\u00fcdische Mystik, der rechten Seite die \u201eh\u00f6heren\u201c Aspekte des g\u00f6ttlichen Wesens \u2013 wie etwa G\u00fcte und Erbarmen \u2013 zuschreibt, w\u00e4hrend die linke Seite f\u00fcr die \u2013 mitunter strafende \u2013 Gerechtigkeit des Ewigen stand. G\u00b4tt k\u00f6nne an sich keine K\u00f6rperlichkeit zugeschrieben werden, daher ist der Gebrauch von Bezeichnungen wie \u201erechte Hand\u201c eher metaphorisch zu verstehen und nicht w\u00f6rtlich. Mit \u201erechter Hand\u201c ist nicht zwingend die anatomische rechte Hand gemeint, sondern schlichtweg die st\u00e4rkere, was im Umkehrschluss auch die linke Hand sein kann, wie etwa bei Linksh\u00e4ndern.<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Flexibilit\u00e4t im Buch Richter<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gewisse Flexibilit\u00e4t bez\u00fcglich der Zuordnung von \u201erechts\u201c und \u201elinks\u201c deutet sich im biblischen Buch der Richter an: Wir erfahren, dass <em>Ehud ben Gera ein Benjaminiter war, dessen rechte Hand schwach war<\/em> (Richter 3,15). Folglich war Ehud, der \u201eSohn der Rechten\u201c, im realen Leben Linksh\u00e4nder, eine k\u00f6rperliche Eigenschaft, die ihm zum Sieg \u00fcber den moabitischen K\u00f6nig Eglon verhalf.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und nun wird es noch verwirrender, denn am Ende desselben Buches erfahren wir, dass die 700 Elitek\u00e4mpfer des Stammes Benjamin, also die \u201eS\u00f6hne des Rechtsh\u00e4ndigen\u201c, allesamt Linksh\u00e4nder waren. Daraus l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass trotz der traditionellen Bevorzugung der rechten Hand, beide zuweilen auch ebenb\u00fcrtig nebeneinander wirken.<\/p>\n<div data-elementor-type=\"container\" data-elementor-id=\"237475\" class=\"elementor elementor-237475\" data-elementor-post-type=\"elementor_library\">\n<div class=\"elementor-element elementor-element-bcb0634 sm-banner e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"bcb0634\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n<div class=\"e-con-inner\">\n<div class=\"elementor-element elementor-element-d63d4be elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"d63d4be\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n<div class=\"elementor-widget-container\">\n<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Folgen Sie uns auf Facebook und X!<br \/>Melden Sie sich f\u00fcr den Newsletter an!<\/h2>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"elementor-element 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Er behandelt die biblischen Gebote der dreimaligen Wallfahrt nach Jerusalem (Pessach, Schawuot, Sukkot), die entsprechenden Festopfer sowie die Reinheitsgesetze, die f\u00fcr Tempelbesucher galten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Chagiga 12a schildert eine Meinungsverschiedenheit zwischen den Schulen von Hillel und Schamai in der Frage, ob zuerst der Himmel oder die Erde geschaffen wurde. Der Talmud findet schlie\u00dflich einen Kompromiss: Beide wurden gemeinsam geschaffen, wie es hei\u00dft: <em>Meine (linke) Hand war es, die die Erde gr\u00fcndete, und Meine Rechte spannte die Himmel aus (Jesaja 48,13).<\/em><\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zentrale Rolle bei Wiedervereinigung mit Josef<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Benjamin spielt eine zentrale Rolle bei der dramatischen Wiedervereinigung mit seinem verloren geglaubten Bruder Josef in \u00c4gypten und der Vers\u00f6hnung mit seiner Familie, und dies, obwohl er an keiner Stelle als Sprecher auftritt. Zun\u00e4chst darf er auf Anweisung seines Vaters seine Br\u00fcder nicht nach \u00c4gypten begleiten, um dort Getreide zu kaufen. Josef tut so, als verd\u00e4chtige er seine Br\u00fcder der Spionage und verlangt von ihnen, Benjamin, seinen einzigen Vollbruder, nachzuholen. Erst als Juda sich f\u00fcr Benjamin verb\u00fcrgt, erlaubt Jakob ihm die Reise nach \u00c4gypten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach ihrer Ankunft wird Benjamin von Josef gegen\u00fcber seinen Br\u00fcdern bevorzugt. Die biblische Erz\u00e4hlung erreicht ihren dramatischen H\u00f6hepunkt, als bei Benjamin ein scheinbar gestohlener, in Wahrheit aber im Auftrage Josefs dort versteckter Silberbecher gefunden wird (siehe 1. Mose 44,1\u201312). Seine Br\u00fcder distanzieren sich nicht von ihm wie zuvor von Josef, sondern treten f\u00fcr ihn ein, woraufhin sich Josef ihnen zu erkennen gibt, und sich die beiden S\u00f6hne Rahels und Vollbr\u00fcder weinend in die Arme fallen. Josef verzeiht allen und holt den Vater und den Rest der Familie nach \u00c4gypten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Jakobs Segensspruch \u00fcber Benjamin wird betont, dass G\u00b4tt zwischen seinen Schultern wohnt. Eine Interpretation lautet, dass sich dies auf die H\u00fcgelkuppen seines Stammesgebietes bezieht, denn die Heilige Stadt Jerusalem, G\u00b4ttes Wohnsitz im Tempel auf dem Berg Moria, liegt auf den H\u00fcgeln von Benjamins Stammesgebiet an der Nordgrenze des Stammes Judah Die Hebr\u00e4ische Bibel spricht davon, dass G\u00b4tt den Stamm Benjamin schirmt, <em>chotef alav: <\/em>G\u00b4tt \u201ebreitet seine Fl\u00fcgel \u00fcber Benjamin aus\u201c und beschirmt ihn, trotz der \u201eSchandtat von Gibea\u201c, begangen von Benjaminitern; daf\u00fcr wurde der Stamm Benjamin von G\u00b4tt beinah ausgerottet. Die Begebenheit schildert das biblische Buch Richter im 20. Kapitel.<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Unter G\u2019ttes Schirm<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die innige Verbundenheit zwischen Vater und Sohn l\u00e4sst G\u00b4tt entscheiden, bei Jakobs Lieblingssohn, in Benjamins Mitte zu wohnen. Solange die Bundeslade in der Stiftsh\u00fctte zu Schilo stand, dem ersten zentralen Heiligtum der Israeliten im Gelobten Land, wohnte G\u00b4tt dort. Als die Philister die Bundeslade entf\u00fchrten, zog G\u00b4tt auf die \u201eSchultern\u201c seines Lieblings Benjamin um. Dass dies geschehen wird, hatte Mose bei seinem Abschied von den <em>Bnei Israel, <\/em>den Kindern Israels, vorausgesehen. Im 5. Buch Mose wird der Stamm Benjamin in Kapitel 33, Vers 12 im Rahmen des gro\u00dfen Segens, den Mose kurz vor seinem Tod \u00fcber die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels spricht, wie folgt erw\u00e4hnt:<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Benjamin sprach er: <em>Der Liebling des HERRN! In Sicherheit wohnt er bei ihm. Er beschirmt ihn den ganzen Tag[, und zwischen seinen Bergh\u00e4ngen wohnt er.\u2002<\/em><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Einheits\u00fcbersetzung 2016 lautet diese Passage: <em>F\u00fcr Benjamin sagte er: Der Liebling des HERRN, \/ er wohnt in Sicherheit bei ihm. \/ Er beschirmt ihn allezeit \/ und zwischen seinen Schultern wohnt er.<\/em><\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Jerusalem im Grenzgebiet<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Stadt Jerusalem, die sp\u00e4ter das religi\u00f6se und politische Zentrum sein sollte, lag genau im Grenzgebiet der St\u00e4mme Benjamin und Juda. Der Segen deutet darauf hin, dass Benjamin unter dem besonderen Schutz der Gegenwart G\u2018ttes, der Wohnung G\u00b4ttes im Tempel, stehen sollte. Der Tempelberg liegt auf dem Gebiet Benjamins.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Schultern sind die H\u00fcgel, auf denen der Tempel von Jerusalem ruht. Das hohe Tor, \u201edas am Haus des Herrn lag\u201c, wurde das Benjamin-Tor genannt,<strong> <\/strong>Jeremia 20,2: <em>da schlug Paschhur den Propheten Jeremia und legte ihn in den Block im oberen Tor Benjamin, das am Haus des HERRN ist.<\/em><\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Paulus aus Stamm Benjamin<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dem Stamm Benjamin stammte Saul, der erste K\u00f6nig Israels, ebenso wie der sp\u00e4tere christliche Apostel Paulus. In der Bibel betont Paulus seine Herkunft im Philipperbrief (Philipper 3,5) mit den Worten: <em>\u201eBeschnitten am achten Tag, aus dem Volk Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebr\u00e4er von Hebr\u00e4ern, nach dem Gesetz ein Pharis\u00e4er.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Apostolischen Glaubensbekenntnis<strong>,<\/strong> auch Apostolikum, findet sich dieser Gedanke in der bekannten Formulierung: \u201e<em>\u2026. aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allm\u00e4chtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten \u2026.\u201c<\/em><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass Jesus zur Rechten G\u00b4ttes sitzt, bedeutet, dass er nach seiner Himmelfahrt die h\u00f6chste g\u00f6ttliche Autorit\u00e4t, Macht und Herrlichkeit teilt. Historisch und sprachlich geht diese Symbolik unter anderem auf den biblischen Psalm 110, Vers 1 zur\u00fcck:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Von David. Ein Psalm. Spruch des HERRN f\u00fcr meinen Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe!<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Teilhabe an der Regierung<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der antiken Welt war der Platz an der rechten Seite des Herrschers der Ehrenplatz, der absolute Machtf\u00fclle und Teilhabe an der Regierung symbolisierte. In den biblischen Schriften wird diese Erh\u00f6hung unter anderem in der Apostelgeschichte 7,55\u201356 beschrieben, wo Stephanus, der erste christliche M\u00e4rtyrer, eine entsprechende Vision hat:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Da er aber voll Heiligen Geistes war und fest zum Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen;\u2002und er sprach: Siehe, ich sehe die Himmel ge\u00f6ffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen!<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Theologisch betrachtet dr\u00fcckt dieser Sitzplatz aus, dass Jesu Erl\u00f6sungswerk vollbracht ist. Zudem gilt er als ewiger F\u00fcrsprecher, der beim Vater f\u00fcr die Menschen eintritt, wie im Brief des Paulus an die R\u00f6mer (8,34) bezeugt wird. Er lautet in der Einheits\u00fcbersetzung: <em>Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: Der auferweckt worden ist, er sitzt zur Rechten Gottes und tritt f\u00fcr uns ein.\u201c <\/em>R\u00f6mer 8,34 ist ein zentraler Vers des Apostels Paulus, der die absolute Gewissheit der Erl\u00f6sung betont.<\/p>\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Inspiration f\u00fcr Maler Chagall<\/h4>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Segensspr\u00fcche, die der Patriarch Jakob \u00fcber seine zw\u00f6lf S\u00f6hne sprach, und Moses Worte zu den zw\u00f6lf St\u00e4mmen vor dem Einzug in das Gelobte Land inspirierten den j\u00fcdisch-russischst\u00e4mmigen K\u00fcnstler Marc Chagall (1887\u20131985) zu seinen zw\u00f6lf Glasfenstern in der Abbell-Synagoge Hadassa-Krankenhaus im Jerusalemer Stadtteil Ein Kerem.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Glasfenster \u201eBenjamin\u201c integrierte Chagall den Wolf, mit dem Jakob seinen \u201eSohn zur Rechten\u201c in seinem Segensspruch vergleicht; links \u00fcber dem Wolf ist die Heilige Stadt Jerusalem in leuchtendem Gelb und im kubistischen Stil dargestellt. Marc Chagall hatte w\u00e4hrend seiner Jahre in Paris Bekanntschaft mit Juan Gris, Georges Braques und Pablo Picasso \u2013 den Pionieren des Kubismus \u2013 gemacht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der gro\u00dfe Kreis in der Mitte symbolisiert die Einheit. Saul aus dem Stamm Benjamin, der erste K\u00f6nig Israels, hatte die zw\u00f6lf losen St\u00e4mme zu einem vereinten K\u00f6nigreich zusammengef\u00fchrt. Er sicherte die Existenz Israels, indem er und seine Verb\u00fcndeten im Osten die Ammoniter, die Amalekiter im S\u00fcden und die Philister in der westlichen K\u00fcstenebene zur\u00fcckdr\u00e4ngte. In 1. Samuel 15 wird Saul als K\u00f6nig verworfen, weil er nach einem Kriegszug gegen die Amalekiter den Bann nicht umf\u00e4nglich vollzieht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Redewendung \u201eder Benjamin sein\u201c ist bis heute g\u00e4ngig; sie dr\u00fcckt umgangssprachlich aus, dass jemand das j\u00fcngste Kind einer Familie oder j\u00fcngstes Mitglied einer Gruppe ist. Wer an der rechten Seite seines Vaters war, der galt als besonders wichtig. So kann man den Namen Benjamin auch freier mit \u201eder besonders Geehrte\u201c \u00fcbersetzen. G\u00b4tt erw\u00e4hlt immer wieder die \u201eKleinen\u201c und \u201eGeringen\u201c, um an seinem Plan mitzuwirken.<\/p>\n<div class=\"wp-block-group weiterfuehrendelinksgutenberg has-white-background-color has-background is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mehr zum Thema<\/h4>\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">\u00bb <a href=\"https:\/\/www.israelnetz.com\/josef-und-seine-brueder\/\">Josef und seine Br\u00fcder<\/a><\/p>\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">\u00bb <a href=\"https:\/\/www.israelnetz.com\/jamaika-in-jerusalem\/\">Jamaika in Jerusalem<\/a><\/p>\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">\u00bb <a href=\"https:\/\/www.israelnetz.com\/marc-chagall-in-der-knesset\/\">Marc Chagall in der Knesset<\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>Der Beitrag <a href=\"https:\/\/www.israelnetz.com\/benjamin-ein-lieblingssohn-gttes\/\">Benjamin \u2013 ein Lieblingssohn G\u00b4ttes<\/a> erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/www.israelnetz.com\/\">Israelnetz<\/a>.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u200bIn der Bibel ist Benjamin der j\u00fcngste Sohn des Erzvaters Jakob. 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