Der Abgeordnete Sukkot beschädigt mit einem Vorschlaghammer ein Terrordenkmal. Die Armee wirft ihm Missbrauch des Begleitschutzes vor. Zahlreiche Politiker verurteilen die Aktion.
Der Beitrag Kritik an Knessetmitglied Sukkot erschien zuerst auf Israelnetz.
NABLUS (inn) – Der Abgeordnete Zvi Sukkot hat mit einer eigenmächtigen Aktion im Westjordanland die Kritik zahlreicher Politiker auf sich gezogen. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie der Politiker der Partei Religiöser Zionismus in dem palästinensischen Dorf Madama bei Nablus einen Gedenkstein für Terroristen mit einem Vorschlaghammer beschädigt. Soldaten stehen an seiner Seite und greifen nicht ein.
عضو كنيست الاحتلال تسبي سوكوت يقتحم بحماية جيش الاحتلال قرية مادما جنوب نابلس ويحطم صرح الشهداء pic.twitter.com/2CblqYtLau
— شبكة قدس الإخبارية (@qudsn) August 25, 2026
Im Nachhinein kritisierte die Armee jedoch den Vorfall vom Dienstagmorgen. Sie warf Sukkot Täuschung und Manipulation vor. Ursprünglich habe der 35-Jährige bei der Armee eine „Tour der Denkmäler“ durch die palästinensischen Dörfer Beita, Burin und Madama beantragt. Die Armee habe zugesagt und Soldaten als Begleitschutz abgestellt.
Die Aktion mit dem Hammer sei jedoch nicht abgesprochen gewesen. Die Soldaten hätten ihre Vorgesetzten informiert und um Anweisung gebeten. Diese ordneten dann den Abbruch der Tour an. Die Armee wirft Sukkot vor, den Begleitschutz ausgenutzt zu haben. Er habe seine Befugnis überschritten.
Denkmal für Terroristen
Weiter erklärte das Militär, es zerstöre selbst regelmäßig hetzerische Denkmäler. Sukkot selbst gab an, er habe die Aktion gestartet, da die Armee dieser Aufgabe nicht nachkomme.
Das Denkmal ist im Namen der Terrorgruppe „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) aufgestellt. Es listet eine Reihe von Terroristen auf. Wie die Nachrichtenseite „Aruz Scheva“ berichtet, ist unter ihnen Jaman Tajeb Al Faradsch. Laut Oberstem Gericht beauftragte er im Jahr 2003 einen Selbstmordanschlag, bei dem am 25. Dezember 2003 an der Geha-Kreuzung bei Tel Aviv vier Israelis getötet wurden.
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Breite Kritik
Der israelische Premier Benjamin Netanjahu (Likud) kritisierte die Aktion ebenfalls. „Das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen, ist inakzeptabel und stört die Fähigkeit der Armee, sich auf ihre Einsätze gegen Terror und Hetze zu fokussieren.“
Netanjahus Hauptrivale im Wahlkampf, Gadi Eisenkot (Jaschar), äußerte sich ähnlich. Das Verhalten Sukkots sei eine „Schande“ zum Schaden Israels. Zugleich warf er Netanjahu vor, Leute wie Sukkot gewähren zu lassen und die Sicherheit in den Siedlungen zu gefährden.
Sukkots Parteichef, Finanzminister Bezalel Smotritsch, gestand zu, dass die Zerstörung von hetzerischen Denkmälern im Westjordanland allein der Armee vorbehalten sei. Oppositionspolitikern warf er bei der Gelegenheit jedoch vor, die Siedlungen abreißen und einen „Terrorstaat im Herzen unseres Landes“ errichten zu wollen.
Sukkot gehört seit 2023 mit einer kurzen Unterbrechung der Knesset an. Seit Dezember 2025 ist er Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport. (df)
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